Vergiss den klassischen Risotto-Reis! Ich bringe Abwechslung in deine Küche und verwenden Perlgraupen. Die geschälten Gerstenkörner punkten nicht nur mit wertvollen Ballaststoffen, sondern behalten beim Kochen einen wunderbaren Biss, während sie gleichzeitig eine cremige Bindung erzeugen. In Kombination mit knackigem Blattspinat und einem Hauch Zitrone entsteht ein echtes Soulfood-Gericht, das leichtfüßig daherkommt.
Zutaten: 2 Personen
- 150 g Perlgraupen (fein oder mittel)
- 100 g Frischer Blattspinat
- 1 kleine Zwiebel oder Schalotte
- 1 Zehe Knoblauch
- 700 ml Gemüsebrühe (heiß)
- 50 ml Trockener Weißwein (optional)
- 50 g Parmesan frisch gerieben/ vegan: 2 EL Hefeflocken
- 50 g Creme fraiche/ vegan: 1 EL Mandelmus
- 1 EL Olivenöl
- Etwas Zitronenabrieb & Saft
- Prise Salz, Pfeffer, Muskatnuss
- geröstete Pinienkerne

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Den Spinat waschen, verlesen und grobe Stiele entfernen. Die Gemüsebrühe in einem separaten Topf heiß halten.
Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Die Graupen hinzufügen und kurz mitrösten, bis sie glänzen.

Mit Weißwein ablöschen und diesen fast vollständig einkochen lassen. (Wer auf Wein verzichtet, startet direkt mit der Brühe).
Nach und nach die heiße Brühe aufgießen – immer gerade so viel, dass die Graupen bedeckt sind. Regelmäßig rühren.

Die Graupen brauchen ca. 25–30 Minuten, bis sie weich sind, aber im Kern noch Biss haben.
Sobald die Graupen gar sind, den frischen Blattspinat unterheben. Er fällt durch die Resthitze innerhalb von 1–2 Minuten zusammen.
Den Topf vom Herd nehmen.

Creme fraiche (oder Mandelmus und Hefeflocken) Parmesan, 2/3 der Pinienkerne und einen Spritzer Zitronensaft einrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer kräftigen Prise Muskatnuss abschmecken.

Auf Tellern anrichten mit Pinienkernen und etwas Zitronenschale garnieren.


Kreative Abwandlungen:
Das Grundrezept ist eine fantastische Basis. Probiere doch mal diese Varianten aus:
1. Die herbstliche Variante (Kürbis & Salbei)
Ersetze den Spinat durch gewürfelten Hokkaido-Kürbis. Diesen brätst du direkt mit den Zwiebeln an. Verfeinere das Ganze am Ende mit in Olivenöl kross frittierten Salbeiblättern statt Zitrone.
2. Die Pilz-Edition (Waldaroma)
Brate eine Handvoll Pfifferlinge oder Kräuterseitlinge separat scharf an und mische sie erst ganz zum Schluss unter das Risotto. Ein paar Tropfen Trüffelöl darüber geben dem Gericht ein luxuriöses Finish.
3. Extra Protein (Räuchertofu oder Kichererbsen)
Für eine sättigendere Hauptspeise kannst du fein gewürfelten, kross angebratenen Räuchertofu als Topping verwenden. Das rauchige Aroma harmoniert hervorragend mit der nussigen Gerste.
4. Pinkes Highlight
Gib einen Schuss Rote-Bete-Saft zur Brühe. Das Risotto färbt sich tiefrot. Kombiniere dies (falls es nicht vegan sein muss) mit zerbröseltem Ziegenkäse oder Feta als Kontrast zum Spinat.